Fragestellung

Neben der Frage nach der generellen Wirksamkeit des Verfahrens ist die Frage nach den Wirkmechanismen zu bearbeiten. Im geplanten Projekt sollen daher neben der Wirksamkeit in patientenorientierten Outcomes auch potenziell wirksame Interventionselemente und -folgen untersucht werden.

Projektbeschreibung

Über vorgegebene Suchkriterien werden in der Datenbank einer Krankenkasse Versicherte mit Verdacht auf eine chronisch entzündliche Darmerkrankung bestimmt und die Studienteilnahme angeboten. Studienteilnehmer erhalten im Anschluss einen ersten Screening-Fragebogen zugeschickt, der zum einen 22 somatische und psychosoziale Problemfelder abfragt und zum anderen die patienten-orientierten Outcomes erfasst. Die ausgefüllten Fragebögen der an einer Teilnahme interessierten Versicherten werden an der Universität zu Lübeck ausgewertet. Bei Erfüllung der Einschlusskriterien erfolgt eine Randomisierung auf IG und KG. Die Teilnehmer der IG erhalten die Ergebnisse zusammen mit Versorgungsempfehlungen nach den Problemleistungskoppelungen der CED-Versorgungspfade sowie eine Broschüre zu den Versorgungspfaden über die Krankenkasse zugeschickt. Sie werden angeregt, im Gespräch mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer Ärztin die Ergebnisse und Empfehlungen zu besprechen. Die Teilnehmer der KG werden über das Ergebnis der Randomisierung informiert. Nach 12 Monaten wird an alle teilnehmenden Versicherten ein zweiter Fragebogen versandt und die Entwicklung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (Katamnesefragebogen) und der Versorgungsverlauf (Kassendaten) beider Gruppen inferenzstatistisch verglichen.

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Ziel

Verbesserung der Versorgungslage von Patientinnen und Patienten mit Morbus Crohn (MC) bzw. Colitis ulcerosa (CU) durch individualisierte Versorgungsempfehlungen an Patienten

Laufzeit

01.03.2011 - 31.08.2013

Förderung

BMBF

Beteiligte Institute

Seniorprofessur für Bevölkerungsmedizin
Universität zu Lübeck
Ratzeburger Allee 160
23538 Lübeck

Ansprechpartner

Dr. Angelika Hüppe, Jana Langbrandtner, Prof. Dr. Dr. Heiner Raspe

Kooperation

  • Kompetenznetz Darmerkrankungen e.V.
  • Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung (DCCV e.V.)
  • Techniker Krankenkasse
  • Institut für Psychotherapie und Medizinische Psychologie, Universität Würzburg

Publikationen

bisher keine